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Graz-Quiz

Wie gut kennst du Graz?

Willkommen in Graz!

Graz überrascht. Nicht laut, sondern mit Charme, Charakter und einem Gespür für das Besondere. Zwischen denkmalgeschützten Dächern und belebten Plätzen, stillen Innenhöfen und buntem Stadtleben entfaltet sich ein Ort, der viel mehr ist als nur die Hauptstadt der Steiermark.

Hier wird geforscht, gestaltet, genossen und gelebt – von Studierenden aus aller Welt, von kreativen Köpfen. Graz inspiriert: mit Kunst und Kulinarik, mit Tradition und Zukunftsgeist, mit einer Atmosphäre, die man nicht beschreiben muss – man muss sie erleben.

Und genau das wollen wir spielerisch möglich machen.

Autor:in: Anna, Levin, Melanie, Nadja und Stefan

Das Spiel

Graz ist eine Stadt der Gegensätze: Die Kulinarik reicht von regional bis international. Im Stadtkern begegnet man prachtvoll erhaltenen Altbauten, während moderne Architektur das Stadtbild an den Rändern prägt. Eine Studentenstadt, die durchaus traditionsbewusst ist. Die zweitgrößte Stadt Österreichs und doch grün. Um die Vielfalt dieser Stadt erlebbar zu machen, gibt es jetzt Graz’ eigene Game Show! Drei Kandidaten stellen ihr Wissen in vier spannenden Kategorien unter Beweis. Wer kennt die Stadt am besten?

Teste dein Wissen und entdecke die Stadt auf eine ganz neue Weise!

Frage 1

Wo findet man den größten Markt für regionale Lebensmittel?

8010

Der Markt, der Geschichten erzählt – Der Kaiser-Josef-Markt in Graz

Wer am frühen Morgen über den Kaiser-Josef-Platz in Graz geht, bemerkt sofort den charakteristischen Duft: eine Mischung aus frischem Brot, Gemüse und Käse. Hinter der Oper liegt der Kaiser-Josef-Markt – der älteste und größte Bauernmarkt der Stadt. Seit dem 19. Jahrhundert ist er ein Ort, an dem Stadt und Land in direktem Kontakt stehen.
Bäuerinnen und Bauern aus der Steiermark verkaufen hier täglich (außer sonntags) ihre Produkte – vieles davon direkt vom Hof. Neben Gemüse, Obst und Käse gehört auch Kürbiskernöl zum Sortiment.

An Samstagen wird es besonders lebendig. Verschiedene Dialekte, Gespräche und Lachen bestimmen die Geräuschkulisse. Viele Menschen nutzen den Markt nicht nur zum Einkaufen, sondern auch als sozialen Treffpunkt. Der Kaiser-Josef-Markt ist fest im Stadtleben verankert und spiegelt regionale Traditionen und Alltagskultur wider.

Frage 2

Wo gibt es mehr Dönerläden?

8010

Wo der Döner regiert – Der Bezirk mit dem besten Imbissangebot

Wenn der Hunger kommt – insbesondere spätabends oder nach einem langen Tag an der Uni –, ist der Bezirk 8010 eine häufige Anlaufstelle für viele Menschen in Graz. Besonders im Univiertel gibt es eine große Dichte an Dönerläden. Kein anderer Stadtteil bietet eine vergleichbare Auswahl.

Die Nähe zur Universität, die Altstadt mit ihrem Nachtleben und belebte Plätze sorgen für konstanten Andrang. Imbisse stehen hier dicht an dicht, und fast jeder Betrieb wirbt mit seinem eigenen Stil.

Neben klassischen Dönergerichten gibt es mittlerweile viele Varianten: vegetarisch, vegan oder mit hausgemachten Soßen und Zutaten. Die Auswahl ist groß, die Qualität oft überraschend gut. Ein Spaziergang durch diesen Teil von Graz zeigt, wie stark sich schnelle Esskultur in das städtische Leben integriert hat.

Frage 3

Welcher Bezirk hat den meisten Zuzug?

8020

Ein Bezirk im Aufbruch – Wo Graz am schnellsten wächst

Der Bezirk Lend (8020) hat in den letzten Jahren eine sichtbare Veränderung erlebt. Einst ein typischer Arbeiterbezirk, zieht er heute vermehrt junge Menschen, Familien und Kreative an. Während andere Stadtteile nur langsam wachsen, gilt Lend als einer der dynamischsten Bezirke von Graz.

Rund um den Lendplatz entstehen neue Wohnbauten, renovierte Altbauten und kleinere Apartments. Das Viertel ist geprägt von Cafés, kleinen Läden, Arbeitsräumen und urbaner Kunst. Der industrielle Charakter ist noch erkennbar, wird aber zunehmend von neuen Lebensformen ergänzt.

Die Nähe zum Hauptbahnhof und eine gute Verkehrsanbindung machen den Bezirk zusätzlich attraktiv. Was den Lend aber besonders macht, ist die Kombination aus baulichem Wandel und gesellschaftlicher Vielfalt – ein Ort, an dem Veränderung zum Alltag gehört.

Frage 4

Was ist das älteste Café von Graz?

Die Promenade

Zeitreise mit Geschmack – Das älteste Café in Graz

Am Rande des Stadtparks befindet sich ein traditionsreicher Ort: das Café Promenade. Es wurde erstmals 1833 erwähnt und besteht unter diesem Namen seit 1870. Damit ist es das älteste durchgehend betriebene Kaffeehaus in Graz. Ursprünglich wurde das Gebäude als Sitz der k.u.k. Burgwache errichtet und später als Café adaptiert.

Die Einrichtung verbindet klassische Elemente wie Marmortische und Kronleuchter mit einem heutigen gastronomischen Angebot. Wer das Café betritt, merkt schnell: Hier wird Wert auf Geschichte und Atmosphäre gelegt.
Das Promenade war über Jahrzehnte hinweg Treffpunkt für unterschiedliche Generationen. Auch heute wird es für Frühstück, Kaffee oder Abendgetränke genutzt. Seit 2015 wird das Café unter der Führung der Grazer Gastronomiekette Aiola betrieben. Es steht exemplarisch für die Verbindung von Kaffeehauskultur, städtischem Wandel und historischer Bausubstanz.

Frage 5

Wofür war Graz Ende des 19. Jahrhunderts bekannt?

Zwieback

Graz, die Zwieback-Stadt – Wie ein Bäcker Geschichte schrieb

Ende des 19. Jahrhunderts betrieb Fridolin Spreng eine Bäckerei in der Bürgergasse 7 in Graz. Dort produzierte er Zwieback und Biskuit, die überregional verkauft wurden. Seine Produkte machten Graz für eine Zeit lang bekannt als Zentrum dieser Backwaren.

Sprengs Betrieb war gut organisiert und hatte wirtschaftlichen Erfolg. Er trug zum Ruf der Stadt als Produktionsstandort bei. Für seine Leistungen wurde ihm ein Ehrengrab auf dem Zentralfriedhof gewidmet.

Heute erinnert kaum noch etwas an die frühere Bäckerei, doch Sprengs Wirken ist Teil der städtischen Geschichte. Seine Produkte stehen sinnbildlich für eine Zeit, in der handwerkliche Qualität und Unternehmergeist zusammenfanden.

Frage 6

Wie viele Krügerl Puntigamer werden im Jahr getrunken?

200 Mio

Das bierige Herz der Steiermark – Puntigamer in Zahlen

Die Brauerei Puntigamer hat ihren Sitz in Graz und ist seit 1838 aktiv. Ihr Produkt ist weit über die Stadt hinaus bekannt und gilt als Teil des steirischen Alltags. Puntigamer ist mehr als eine Biermarke – sie hat in der Region Symbolcharakter.

Jährlich werden rund 200 Millionen Krügerl ausgeschenkt. Das entspricht über 600.000 Gläsern pro Tag. Diese Zahlen verdeutlichen, welche Rolle das Bier in der steirischen Konsumkultur spielt.

Puntigamer wird in vielen Kontexten konsumiert: auf Festen, in Lokalen oder beim Fußball. Es steht für Vertrautheit und Tradition und ist aus dem Stadtbild von Graz kaum wegzudenken.

Frage 7

Wie spät ist es am Uhrturm?

13:15

Wie spät ist es eigentlich? – Die Uhr mit dem großen Zeiger

Auf den ersten Blick wirkt die Uhr am Grazer Uhrturm ganz normal: ein Ziffernblatt, zwei Zeiger, alles wie gewohnt. Doch wer genauer hinsieht, bemerkt schnell eine Besonderheit – der große Zeiger zeigt die Stunden, nicht die Minuten. Diese ungewöhnliche Anordnung hat historische Gründe. Der Uhrturm, dessen Wurzeln bis ins 13. Jahrhundert zurückreichen, besaß ursprünglich nur einen Stundenzeiger. Die Zeit musste aus der Ferne erkennbar sein – daher das überdimensionierte Format. Der Minutenzeiger kam erst später hinzu und wurde kleiner gestaltet, da das Ziffernblatt bereits fixiert war.

Das Uhrwerk, das bis heute zuverlässig tickt, stammt aus dem Jahr 1712 und wurde vom Grazer Uhrmacher Michael Sylvester Funck gefertigt. Dank regelmäßiger Wartung läuft es noch immer – eine technische und kulturelle Konstante inmitten des Stadtlebens.

Ein kurzer Blick genügt, um die Uhrzeit zu sehen – vorausgesetzt, man weiß, welcher Zeiger was anzeigt. Ein charmantes Grazer Detail, das für Staunen sorgt.

Frage 8

Warum gibt es heute kaum noch Überreste der Burg auf dem Schlossberg?

Durch Napoleons Truppen

Schlossberg – Von der Festung zum Freiraum

Wer den Schlossberg erklimmt, wird mit einem weiten Blick über die Dächer von Graz belohnt – und natürlich mit dem Uhrturm, dem Wahrzeichen der Stadt. Von der einstigen Festung, die hier thronte, ist allerdings kaum mehr etwas erhalten.

Während der Napoleonischen Kriege verteidigte Major Franz Xaver Freiherr von Hackher zu Hart die Burg 1809 über Monate hinweg gegen eine übermächtige französische Armee. Zwar blieb der Schlossberg uneingenommen – doch nach dem Frieden von Schönbrunn ordnete Napoleon die Zerstörung der Wehranlagen an.

Nur der Uhrturm und der Glockenturm blieben verschont – sie wurden von den Grazer:innen freigekauft. Die übrige Festung wurde gesprengt. Auf ihren Überresten entstand 1839 ein öffentlicher Park – heute ein beliebter Erholungsort für Spaziergänge, Sonnenstunden und Sundowner-Blicke. Der Hackher-Löwe, ein Denkmal für den standhaften Verteidiger, erinnert bis heute an den Mut, der einst hier oben regierte.

Frage 9

Wo steht die steirische Eiche für Arnold Schwarzenegger?

Im Burggarten

Arnold Schwarzenegger – Eine Eiche für eine Legende

Im Burggarten von Graz wächst seit 2022 eine ganz besondere Eiche – gewidmet niemand Geringerem als Arnold Schwarzenegger. Warum gerade ein Baum?

Die Steiermärkische Landesregierung pflanzte ihn als lebendiges Denkmal für den gebürtigen Steirer – Bodybuilder, Schauspieler, Gouverneur und Weltbürger. Die Eiche steht symbolisch für Eigenschaften, die Schwarzenegger verkörpert: Standhaftigkeit, Wachstum, Stärke. Ein Spaziergang durch den Park wird so zur kleinen Zeitreise – zu den Wurzeln eines Mannes, der von der Steiermark in die Welt hinausging. Und der nie ganz ging.

Frage 10

Welche Erfingung stammt nicht aus Graz?

Motorrad

Innovationen made in Graz – aber nicht alle

Graz ist eine Stadt der Ideen. Immer wieder wurden in Graz Ideen geboren, die weit über die Steiermark hinaus Bedeutung erlangten. So etwa die Radiotechnologie: In Graz wurden wichtige Grundlagen für die moderne Funktechnik gelegt - unter anderem durch den Physiker Karl Kupfmüller, der hier studierte und forschte.

Auch Makava, das erfrischende Mate-Eistee-Getränk, hat seine Wurzeln in Graz. Es wurde von zwei Studierenden ins Leben gerufen, die ein Getränk schaffen wollten, das nicht nur schmeckt, sondern auch nachhaltig produziert wird. Heute ist Makava ein fixer Bestandteil der jungen, urbanen Szene - nicht nur in Graz.

Die Erfindung des Motorrads hingegen hat mit Graz nichts zu tun. Gottlieb Daimler und Wilhelm Maybach konstruierten 1885 in Deutschland den Reitwagen. Trotz seiner Stützräder gilt er wegen des Motors als erstes Motorrad der Welt. Graz spielte dabei allerdings keine Rolle. Man sieht: Graz kann einiges - aber eben nicht alles. Und genau das macht die Stadt so spannend.

Frage 11

Wann wurde Graz zu Kulturhauptstadt ernannt?

2003

Kulturhauptstadt Europas

2003 war für Graz ein Jahr der besonderen Art: Die Stadt wurde zur Kulturhauptstadt Europas ernannt – ein Titel, der nicht nur gefeiert wurde, sondern spürbare Spuren hinterließ. Mit seiner lebendigen Kunstszene, historischen Kulisse und kreativen Energie war Graz prädestiniert für diesen europäischen Ehrentitel. Im Laufe des Jahres wurden unzählige Festivals, Ausstellungen und Projekte realisiert – viele davon mit nachhaltigem Effekt.

Kulturelle Einrichtungen wurden gestärkt, neue Räume geschaffen, das Selbstverständnis als kreative Stadt gefestigt. Graz zeigte sich nicht nur als Bühne – sondern als Mitgestalterin europäischer Kultur.
Noch heute ist der „Kulturhauptstadt-Geist“ spürbar – in Events, Initiativen und im Selbstbewusstsein einer Stadt, die 2003 endgültig auf der kulturellen Landkarte Europas ankam.

Frage 12

Warum gibt es keine Linie 2?

Weil die Linie vor Langem abgeschafft wurde

Linie 2 – Die verschwundene Straßenbahn

Wer in Graz den Linienplan der Straßenbahn studiert, wird eines vermissen: die Linie 2. Sie existiert heute nicht mehr – doch das war nicht immer so. 1879 als Pferdetramway eröffnet, drehte die Linie einst als Ring um den Schlossberg. Mit der Elektrifizierung wurde sie zur festen Größe im Stadtbild. Doch in den 1960ern änderten sich die Mobilitätsbedürfnisse. Teile der Strecke wurden stillgelegt – der zunehmende Autoverkehr verdrängte die Bahn aus dem Straßenraum.

Am 16. Jänner 1971 fuhr die Linie 2 ein letztes Mal. Ihr Ende markierte zugleich den Beginn des Tramway Museums Graz, das sich heute ihrer Geschichte widmet. Die Linie verschwand nicht aus Aberglauben oder wegen mystischer Gerüchte – sondern als Teil eines strukturellen Wandels. Die Straßenbahn passte sich an. Und die Stadt veränderte sich mit ihr.

Wer hat das Quiz gewonnen?

Die drei Studierenden haben sich tapfer durch alle zwölf Fragen gekämpft. Doch eine Frage bleibt: Wer hat gewonnen?

Herzlichen Glückwunsch an euch beide! Auch ein großes Dankeschön, dass ihr drei den Spaß mitgemacht habt.
Konntet ihr zuhause alle Fragen beantworten?