Luise ist Grazy in Love - Aber: Is it a match?
Luise legt los! Sie will als Touristin Graz näher kennenlernen. Um ein Gespür für die Stadt zu bekommen, swipet sich Luise durch verschiedene Spots - wie auf einer Dating-App. Welche Locations entpuppen sich zu einem potentiellen Match und welche wird sie ghosten? In sechs Tagen datet sie sechs verschiedene Orte in Graz. Kommt mit Luise auf Entdeckungstour und seht selbst, welche Ecken in Graz euer Herz erobern können.
Map of Love - where love happens
Auf dieser Karte siehst du die Orte, an denen Luise Matches hat! Scrolle weiter, um sie auf ihren Dates durch Graz zu begleiten und zu sehen, um welche Orte es sich handelt!
Stadtpark
Elena erklärt, warum sich Luise den Stadtpark auf ihrer Dating-Tour definitiv nicht entgehen lassen sollte...
Mit jedem Schritt über den Zebrastreifen, weg von der lauten Stadt, wird der Lärm der quietschenden Autoreifen und schrillen Fahrradklingeln weniger. Stattdessen macht sich Ruhe breit. Vogelgezwitscher dringt aus den Bäumen. Im Teich quaken Enten, die von zwei Senioren gefüttert werden. Die Sonne strahlt auf eine Gruppe Jugendlicher, die sich die Zeit mit Ballspielen vertreibt und genüsslich aus einer Bierdose trinkt.
Schwerfällig lasse ich mich auf eine Bank fallen, nehme Gesprächsfetzen der Menschen um mich herum wahr. Kinder, die kreischend herumtollen, zwei junge Menschen, die Hand in Hand vorbeispazieren und sich verliebt anlächeln, ein älteres Ehepaar, das über die täglichen Hürden des Lebens philosophiert. Ich lasse die Gedanken schweifen und schreibe in mein Journal: Der Stadtpark ist viel mehr als eine Grünfläche in einer Großstadt. Er ist ein Ort der Begegnung und Vielfältigkeit. Hier komme ich gerne wieder her!
Café Jeton
Maxi motiviert Luise, dem Café Jeton eine Chance zu geben - obwohl es auf den ersten Blick vielleicht etwas altbacken aussehen mag...
Die alte Tür knarzt leise, als ich sie öffne. Tageslicht fällt in den Raum und mischt sich mit dem Nachklang der letzten Nacht – ein Hauch Kneipenstimmung liegt noch in der Luft. Das Café Jeton ist klein genug, um seinen Charme zu bewahren, aber groß genug, um sich darin verlieren zu können.
Im hinteren Teil entdecke ich den Inhaber. Die Falten in seinem zufriedenen Gesicht erzählen von langen Abenden voller Geschichten und Lachen am Stammtisch. Ich bestelle einen Kaffee und setze mich nach draußen, wo die Sonne mir zart über die Wange streicht.
Der Kaffee schmeckt genau so, wie es dieser Ort verspricht – bittersüß, mit einem Hauch von Zuhause.
Schlossberg
Tobi berichtet Luise, dass sie sich das Highlight von Graz auf keinen Fall entgehen lassen kann...
Mein Herz schlägt heftig, ich versuche meinen Atem zu beruhigen. Nur noch 60 Stufen – 200 habe ich schon hinter mir. Ein Schritt nach dem anderen. Meine Beine brennen, doch ich gebe nicht auf. Dann endlich: die letzte Stufe. Ich richte mich auf und hebe den Blick: Zwischen steinernen Wegen und alten Mauern liegen bunte Blumenbeete und grüne Wiesen. Und direkt vor mir: der Uhrturm, das stolze Wahrzeichen von Graz.
Ich drehe mich um – und staune. Vor mir breitet sich die Stadt aus wie ein lebendiges Gemälde. Rote Dächer, schmale Gassen, hier und da ein Kirchturm. Ich setze mich auf eine Bank im Schatten und spüre, wie die Anstrengung langsam von mir abfällt. Hier oben fühlt sich alles ein wenig leichter an.
Opernpavillon
Chey erzählt, dass der Opernpavillon vor allem im Sommer eine Menge Charme für ein Date mitbringt...
Mit seiner leuchtend blauen Fassade zieht der Opernpavillon sofort meinen Blick auf sich. Inmitten der Altstadt wirkt er wie eine kleine Oase: ruhig, einladend, ein wenig abseits vom Trubel.
Ich setze mich an einen der kleinen Tische davor, schlage die Karte auf und bestelle mir einen Drink. Die Sonne steht hoch, ihr Licht spiegelt sich auf dem Metall des kleinen runden Tisches. Für einen Moment gehört der Platz mir ganz allein.
Während ich warte, frage ich mich, wie es hier abends wohl ist. Wenn die Lichter angehen, Gespräche lauter werden und der Pavillon zum Treffpunkt wird. Jetzt ist es noch leer – und gerade das hat etwas. Dieser Zwischenmoment, bevor etwas beginnt. Ich glaube, ich komme nochmal her, wenn es dunkel wird.
Schloss Eggenberg
Ich habe Viki gefragt, welchen Spot sie mir für mein 5. Date mit Graz empfiehlt...
Der Kiesweg knirscht unter meinen Schritten, während ich mich dem prächtigen Eingangstor nähere. Mein Blick schweift über die Schlossfassade, die im weichen Nachmittagslicht wie gemalt wirkt. Ein Pfau schreitet anmutig über den Weg – seelenruhig, als sei er der heimliche Hausherr und hätte selbst eine Führung anzubieten.
Mein Herz klopft ein wenig schneller, als ich mich dem Planetengarten nähere. Zwischen Rosen und antiken Statuen sehe ich ein junges Paar stehen. Sie lächeln so warm wie das Licht, das durch die alten Baumkronen fällt. Ich drehe eine Runde durch den Schlossgarten und weiß jetzt: Es hat sich gelohnt, Vikis Rat zu folgen.
Tribeka
Stefan erzählt, dass das Tribeka ein paar ganz besondere Dinge zu bieten hat.
Ich schlendere über die Erzherzog-Johann-Brücke Richtung Kunsthaus. Das gleichmäßige Rauschen der Mur scheint jegliche Anspannung in mir fortzuschwemmen. Mit jedem Schritt kann ich die Aufschrift des Cafés am Ende der Brücke besser erkennen. „TRIBEKA – TRINK BESSEREN KAFFEE“ steht über der Eingangstür. Der Schriftzug wirkt wie ein Versprechen, das ich nur allzu gerne einlösen will.
Fast wie von selbst tragen mich meine Schritte zur Tür. Ich drücke die Klinke nach unten.
Sofort taucht meine Nase in den Duft von frisch gemahlenem Kaffee gepaart mit warmen Zimtschnecken ein. Es sind das herzliche Lachen der Barista und die Gelassenheit der Leute, die meinem Herzen sagen:„ Vergiss deine Sorgen und fühl dich wie zu Hause..”
Liebes Graz,
ich bin ohne Erwartungen gekommen.
Einfach nur als Besucherin, offen für das, was du mir zeigen würdest.
Sechs Tage lang habe ich dich gedatet.
Ich war auf dem Schlossberg, im Stadtpark, im Café Jeton.
Ich habe mir Zeit genommen, dich kennenzulernen, einen Ort nach dem anderen.
Und dann ist es passiert.
Nicht plötzlich, sondern ganz leise.
Zwischen einem Sonnenstrahl auf dem Pflaster und einem Lächeln an der Straßenecke.
Es hat geklickt.
Nicht mit einem bestimmten Ort, sondern mit dir.
Mit deinen gepflasterten Straßen, deinen roten Dächern, deiner frühlingshaften Energie.
Ich hätte nie gedacht, dass man sich in eine Stadt verlieben kann.
Aber genau das ist geschehen.
Und weil man manchmal etwas festhalten will – auch wenn man weiß, dass man es nicht wirklich kann – lasse ich ein kleines Schloss für dich da.
Mit deinem Namen drauf.
Graz.